ASB Arbeiter-Samariter-Bund

Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Regionalverband Heilbronn-Franken


Rettungsdienst / Bevölkerungsschutz

Rettungsdienst (RD)

Rettungsdienst
Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und ärztliches Personal versorgen Notfallpatienten am Notfallort, bzw. während des Transportes.

Rettungsdienst
Großansicht öffnen … Ob ein Krankentransportwagen oder ein Rettungswagen zum Einsatz kommt, hängt vom Zustand und Befinden des Patienten ab.

Ansprechpartner:

Werner Eckert
Tel. 07131.9655-22
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Beauftragt durch die öffentliche Hand, vertreten durch das Sozialministerium Baden-Württemberg, arbeitet der ASB in Heilbronn maßgeblich an der Sicherstellung des Rettungsdienstes mit, Die Sicherstellung wird durch den Rettungsdienstplan und das Rettungsdienstgesetz (RDG) des Landes Baden-Württemberg gefordert.

Die Aufgabe des Rettungsdienstes ist die Versorgung von Notfallpatienten am Notfallort, bzw. während des Transportes bis zur Aufnahme in der Klinik oder einer anderen geeigneten Einrichtung.
Dies geschieht durch qualifiziertes nichtärztliches Personal wie Rettungsassistenten oder Rettungssanitäter in Zusammenarbeit mit ärztlichem Personal.


Rettungswachen

Um die Anforderungen des RDG bestmöglich zu erfüllen unterhält der ASB 4 von 10 im Bereichsplan festgeschriebene Rettungswachen im Stadt- und Landkreis Heilbronn:

Der Begriff Rettungswache definiert hier nicht nur das Gebäude, sondern beinhaltet auch das Personal, die Fahrzeuge und die notwendige Infrastruktur, die zum reibungslosen Betrieb eines funktionierenden Rettungsdienstes erforderlich ist.


Beim ASB Regionalverband Heilbronn-Franken sind folgende Fahrzeuge im Einsatz:

Krankentransportwagen Typ A2

Der Krankentransportwagen (KTW) wird eingesetzt, wenn kein akuter Notfall vorliegt, beispielsweise dann, wenn jemand krankheitsbedingt oder aufgrund einer Verletzung in ein Krankenhaus eingeliefert werden muss. Außerdem wird der KTW auch verwendet, um krankheits- oder altersbeeinträchtigte Personen unter medizinischer Beaufsichtigung zu Behandlungen in Arztpraxen oder Reha-Einrichtungen zu verlegen.

Rettungswagen Typ C

Der Rettungswagen (RTW) wird zu Notfällen geschickt, bei denen Leben bzw. Gesundheit des Patienten gefährdet sind. Das Fahrzeug unterscheidet sich in seiner Mindestausstattung wie in der personellen Ausstattung erheblich von einem Krankentransportwagen. In Baden-Württemberg ist für die Besetzung eines Rettungswagens ab dem 01.01.2014 ein Notfallsanitäter (Rettungsassistent bis 31.12.2020) vorgeschrieben sowie zusätzlich eine geeignete Person. Diese „geeigneten Personen" besitzen beim ASB mindestens die Qualifikation zum Rettungssanitäter. Im Rendezvous-System wird der RTW am Notfallort durch den zusteigenden Notarzt zum Notarztwagen (NAW).


Personelle Besetzung

Notfallsanitäter

Der Beruf des Notfallsanitäters (in Deutschland in der Regel NotSan abgekürzt) hat den bisherigen Rettungsassistenten als höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst abgelöst und gehört zu den Gesundheitsfachberufen. Um der medizinischen Entwicklung im Rettungsdienst auch in der Ausbildung Rechnung zu tragen, unterscheidet sich die Ausbildung zum Notfallsanitäter dahingehend, dass sie von der bisherigen Ausbildung zum Beruf des Rettungsassistenten von zwei auf drei Jahre verlängert wurde.

Als neues Ausbildungsziel gilt, dass entsprechend dem allgemein anerkannten Stand rettungsdienstlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Durchführung und teamorientierten Mitwirkung insbesondere bei der notfallmedizinischen Versorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten vermittelt werden sollen (§ 4 Abs. 1 Satz 1 NotSanG). Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert unabhängig vom Zeitpunkt der staatlichen Prüfung in Vollzeitform drei Jahre, in Teilzeitform höchstens fünf Jahre. Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung. Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Der theoretische und praktische Unterricht wird in staatlich anerkannten Schulen durchgeführt. Die praktische Ausbildung wird an einer genehmigten Lehrrettungswache und an geeigneten Krankenhäusern durchgeführt.

Das Berufsbild Notfallsanitäter unterscheidet sich wesentlich von der bisherigen Ausbildung zum Beruf des Rettungsassistenten nach dem Rettungsassistentengesetz (RettAssG) vom 10. Juli 1989. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags schreibt dazu: "Zentrale Vorschrift des Notfallsanitätergesetzes ist § 4 NotSanG, der das Ausbildungsziel regelt. [...] In § 4 Abs. 2 Nr. 1 NotSanG werden diejenigen Tätigkeiten beschrieben, die den Kernbereich der rettungsdienstlichen Aufgaben darstellen und die die Notfallsanitäterinnen und die Notfallsanitäter im späteren Berufsalltag aufgrund der Ausbildung eigenständig, das heißt auf eigene Verantwortung, ausführen sollen. Insbesondere ist hier § 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. c) NotSanG zu nennen: „Durchführen medizinischer Maßnahmen der Erstversorgung bei Patientinnen und Patienten im Notfalleinsatz und dabei Anwenden von in der Ausbildung erlernten und beherrschten, auch invasiven Maßnahmen, um einer Verschlechterung der Situation der Patientinnen und Patienten bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung vorzubeugen, wenn ein lebensgefährlicher Zustand vorliegt oder wesentliche Folgeschäden zu erwarten sind.“

Damit hat der Notfallsanitäter eine rechtliche Grundlage für sein Handeln und muss nicht wie der Rettungsassistent sein Tun durch das Vorliegen eines Rechtfertigenden Notstandes nach § 34 StGB begründen.

Praxisanleiter

Nach dem Notfallsanitätergesetz (NotSanG) sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV) wird für die praktische Ausbildung gemäß Erlass zur Praxisanleitung nach dem Altenpflegegesetz, dem Krankenpflegegesetz und dem Notfallsanitätergesetz an Lehrrettungswachen eine berufspädagogische Zusatzqualifikation gefordert.

Aufgaben der Praxisanleiter:

  • planen, dokumentieren und bewerten den Stand der praktischen Ausbildung an der Lehrrettungswachegeben Auskunft zum Entwicklungsstand der Auszubildenden gegenüber die Notfallsanitäterschule
  • wirken in enger Zusammenarbeit mit der Schule bei Planung und Gestaltung der praktischen Ausbildung mit.
  • sind im Rahmen der rechtlichen Vorgaben Prüfer in der praktischen Notfallsanitäterprüfung oder unterstützen den Prüfungsausschuss.
  • evaluieren regelmäßig das lernortspezifische Lernangebot.
  • organisieren Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen an der Lehrrettungswache.
Rettungsassistent

Die Berufsausbildung zum Rettungsassistenten dauert zwei Jahre. Der einjährige theoretische Teil findet an einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte für Rettungsassistenten und in einer geeigneten Klinik statt. Das zweite Jahr wird in Form eines Praktikums an einer staatlich anerkannten Lehrrettungswache absolviert.
Die Rettungswache des ASB Heilbronn-Franken ist eine staatlich anerkannte Lehrrettungswache. Rettungsassistenten werden insbesondere in der Notfallrettung und als Disponenten in der Rettungsleitstelle eingesetzt.

Lehrrettungsassistent

Zur Durchführung der praktischen Ausbildung im Bereich der Lehrrettungswachen und zur Organisation von Fortbildungsveranstaltungen verfügt der ASB Heilbronn-Franken über besonders qualifizierte Lehrrettungsassistenten.


Kleines Retterglossar
  • NEF = Notarzteinsatzfahrzeug
  • NA = Notarzt
  • LRA = Lehrrettungsassistent
  • RLS = Rettungsleitstelle
  • Koplawu = Kopfplatzwunde
  • Medu = gerne benutztes Synonym von Mitarbeitern der RLS, „medizinisch unklar“, „geht mal gucken, was dort los ist“
  • FMS = Email per Funk


Bevölkerungsschutz / Schnelleinsatzgruppen

Schnelleinsatzgruppe & Katastrophenschutz
Großansicht öffnen … Großereignisse, die durch den regulären Rettungsdienst nicht mehr abgedeckt werden können, sind Einsatzgebiet von Bevölkerungsschutz und Schnelleinsatzgruppen.

Ansprechpartner:

Jochen Hähnle
Tel. 0173.7227647
» E-Mail senden

Unter dem in Deutschland neu eingeführten Begriff „Bevölkerungsschutz“ bündeln sich der Katastrophenschutz (Landesaufgabe), der Zivilschutz (Bundesaufgabe, für den Verteidigungsfall) und die „allgemeine Gefahrenabwehr/Hilfe“. Der „Bevölkerungsschutz“ umfasst somit alle nicht-polizeilichen und nicht-militärischen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen. Aus den Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes (KatS) sowie der eigenen Ergänzung, bilden sich kleinere taktische Schnelleinsatzgruppen (SEG) mit verschiedenen Leistungsmerkmalen. Diese SEG sind das Bindeglied zwischen dem regulärem Rettungsdienst und dem Katastrophenschutz. Die Mitglieder der Schnelleinsatzgruppen werden über Meldeempfänger alarmiert und sind nach kürzester Zeit einsatzklar. Bevölkerungsschutz / Katastrophenschutz sowie die Schnelleinsatzgruppen sind zwei Bereiche, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn größere Schadenslagen auftreten, welche auch durch den regulären Rettungsdienst nicht mehr abgedeckt werden können bzw. sollen. Dies sind meist Schadenslagen mit einer Mehrzahl von Verletzten und Betroffenen sowie initial unklare Lagen, wie beispielsweise bei größeren Bränden, Großunfälle, Bus- und Zugunglücken, Gefahrgutfreisetzungen oder bei Betreuungseinsätzen bei Evakuierungsmaßnahmen (z.B. bei einem Bombenfund).

Hierzu stellt der ASB Heilbronn eine von 5 Einsatzeinheiten im Stadt und Landkreis Heilbronn und hatte im Jahr 2015 25 Einsätze.

Folgende Module werden von dieser abgedeckt:

  • Modul SEG Transport:
    Rettungsdienstliche Verstärkung und Absicherung bei größeren Lagen, Unterstützung bei hohem Transportaufkommen
  • Modul SEG Erstversorgung/Behandlung:
    Versorgung verletzter Personen bei größeren Schadenslagen durch einrichten von Patientenablagen und Behandlungsplätzen
  • Modul SEG Technik:
    Bereitstellung von Strom, Licht sowie Unterkünften und deren Einrichtung
  • Modul SEG Betreuung:
    Bereitstellung und Einrichtung von Unterkünften zur Betreuung und Versorgung z.B. von unverletzten Betroffenen
SEG und KAT setzen sich zusammen aus:
  • 35 Frauen und Männer in verschiedenen Gruppen
  • 11 Fahrzeugen
  • 2 Standort Unterkünften
Treffpunkt:
  • Gerade Kalenderwoche:
    Freitags um 20:00 Uhr
    Rathausstraße 21, 74172 Neckarsulm
    » Anfahrt/Lageplan
  • Ungerade Kalenderwoche:
    Freitags um 20.00 Uhr
    Böllingerstraße 75, 74078 Heilbronn
    » Anfahrt/Lageplan

Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.